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Sabine Lechleuthner

Tarotkarten – Fenster zur Seele oder Hokuspokus?

Frage stellen – Legesystem auswählen – Karten ziehen
Wie das funktioniert, lesen Sie hier.


Tarotkarten faszinieren Menschen seit Jahrhunderten. Sie sind geheimnisvoll und laden dazu ein, tiefer zu blicken – nicht unbedingt in die Zukunft, sondern in sich selbst.
Aber was genau kann man eigentlich mit Tarotkarten machen? Und genauso wichtig: Wozu sollte man sie lie
ber nicht nutzen?

Frage stellen – Legesystem auswählen – Karten ziehen
Wie das funktioniert, lesen Sie hier.


Am Anfang steht die Frage.

Wie entwickelt sich mein Job? Was kann ich tun, um einen passenden Partner /Partnerin zu finden? Soll ich umziehen oder in meiner bisherigen Wohnung bleiben? Werde ich gesund? Dabei ist das Formulieren der Frage ein überaus wichtiger Vorgang. Je präziser die Frage, umso präziser die Antwort. Man sollte keine Fragen stellen, die auf Ja-Nein antworten. Nicht selten müssen Fragen daher umformuliert werden.

Aus „Werde ich gesund werden“, wird daher: „Was kann ich tun, um gesund zu werden“?


Legesysteme
Zu jeder Frage gibt es Legesysteme mit verschiedenen Positionen, auf denen die Karten zu liegen kommen. Im Kurs lernt man, welches Legesystem zu welcher Frage passt.
Das Keltische Kreuz, Der blinde Fleck, Die Hohepriesterin, Das Liebesorakel … es gibt sehr viele Auslegemuster.


Karten ziehen
Dann mischt man und zieht mit der linken Hand eine Anzahl Karten, die das Legesystem verlangt.
Was kann ich tun, um etwas zu erreichen? Klärt man mit dem „Legesystem der Weg“ (7 Karten) oder, kürzer und prägnanter, mit dem „Kleinen Kreuz“. Hierzu benötigt man 4 Karten.


Ein Beispiel:
Anita, 39 Jahre alt, hatte sich ganz plötzlich verliebt. Auf der 20-jährigen Abiturfeier traf sie auf einen ehemaligen Klassenkameraden, der ihr auf einmal sehr gefiel. Sie war so überrascht und durcheinander von dem Gefühl, dass sie während des Abends kein weiteres Treffen vereinbarte. Auch hatte sie sich nicht getraut, nach seinen Lebensumständen zu fragen. So wusste sie nicht, ob er bereits in einer Beziehung lebt. Sie glaubt, auch von ihm ein Signal in ihre Richtung erhalten zu haben, ist sich aber nicht sicher. Ihre Gedanken kreisen um die Frage, ob ein Treffen überhaupt Aussichten hat. Und wie soll sie es zustande bringen?

Sie kennt sich etwas aus mit Tarotkarten und stellte zu Hause selbst die klare Frage an die Karten: Was kann ich tun, um ihn wiederzusehen? Da sie aber emotional so involviert war, traute sie der eigenen Deutung nicht und suchte mich auf.

Legung: Das kleine Kreuz

1 Das ist das Thema (Hohepriesterin)
2 Darum geht es nicht, das sollte sie jetzt nicht tun (Ritter der Schwerter)
3 Darum geht es, das sollte sie tun (2 der Kelche)
4 Dahin führt es (2 der Münzen)

Quersumme: Die Liebenden

 

Das Thema (1) wird repräsentiert durch die Hohepriesterin. Vertrauen haben in die eigene Intuition. In sich hineinhorchen, auf ihre Wünsche und Bedürfnisse achten und auf den richtigen Moment warten, bis ihre innere Stimme sie auffordert zu handeln.

Auch der Ritter der Schwerter auf Position 2 (Das sollst Du nicht tun) gibt an, dass sie nichts überstürzen soll. Jetzt geht es nicht darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, zu kämpfen oder sich Strategien zu überlegen. Sie muss auch nicht mit frostiger Stimmung oder eisigem Gegenwind rechnen im Falle eines Treffens. Auf jeden Fall sollte sie die Begegnung suchen.

Die 2 der Kelche (3) signalisiert, dass es zu einem Treffen auf Augenhöhe kommen kann. Die Karte spricht von einer liebevollen, wenn nicht gar romantischen Begegnung. Verliebtheit und Flirt werden ebenfalls durch diese Karte angezeigt. Der geflügelte Löwe kann sexuelle Leidenschaft mit ins Spiel bringen. Und die Lebens- und die Todesschlange, die sich gemeinsam um den Caduceus Stab von Hermes/Merkur winden, verweisen auf das Zusammenspiel von Gegensätzen und die Vereinigung 2er unterschiedlicher Pole hin.

Kommt die Begegnung zustande, führt sie zur 2 der Münzen (Position 4). Flexibel bleiben, mit den Möglichkeiten spielen, spielerisch mit der Situation umgehen.

 

Die Zahlen beachten
Im Tarot kommt es auch auf die Zahlen auf den Karten an. Zählt man sie zusammen, erhält man die Quintessenz, einen abschließenden Rat der Karten. Sie betrifft die Zahlen zwischen 0 bis 22. Erhält man eine höhere Zahl, wird die Quersumme gebildet. Hier lautet die Zahl 6: Die Liebenden. Der Ratschlag: Höre bei allem, was Du tust, auf Dein Herz. Und: Verliebtheit, Offenheit, Freude.

 

Auffallend bei dieser Legung ist, dass 3 x Karten mit der Ziffer 2 erscheinen. Die 2 steht für Dualität und Polarität. Die Gegensätze Tag und Nacht, hell und dunkel, Mann und Frau … Im Tarot gibt es 5 Karten mit der Ziffer 2. Zwei dieser Karten zeigen die Unvereinbarkeit und 3 die Vereinigung der Gegensätze. Und genau diese 3 Karten hat Anita gezogen. Die Quintessenz „Die Liebenden“ spricht „zufälligerweise“ ebenfalls von dieser Zusammenführung.

Die 2 der Kelche und die Liebenden sind wunderbare Karten im Zusammenhang mit einer Frage nach Liebe und Begegnung. Es scheint, als würde man hier sein Gegenstück finden, eine Art Seelenverwandtschaft, wenn nicht sogar eine Beziehung. Wir können zwar nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es zu einer fruchtbaren Liebesbeziehung zwischen Anita und ihrem Klassenkameraden kommen wird. Das war auch nicht die Frage. Aber viele Hinweise zeigen uns, dass es sich lohnt, einander zu begegnen. Es ist eine Win-win-Situation für beide. Es werden viele Chancen und Möglichkeiten daraus erwachsen, eine Liebesbeziehung ist dabei nicht ausgeschlossen.

So bekommt man mit nur 4 Karten treffende Hinweise, die für 3 Wochen bis ca. 3 Monate Gültigkeit haben.

Was die Karten bedeuten, wie man sie je nach Frage auslegt und deutet, lernen Sie in der Tarot-Grundausbildung. Start: Tarot 1 findet am 25./26. Oktober 2025 statt, Tarot 2 folgt am 15. + 16. November und Tarot 3 am 14. + 15. Dezember.

Probieren Sie es aus!
Einfach anmelden unter „Grundausbildung“ oder bei Sabine Lechleuthner Tel: 089-436 22 97.

Sabine Lecheuthner

Copyright: Königsfurt Urania Verlag

 

 




Zertifikate

Zertifikate der Grundausbildungen tragen neben dem Namen der Astrologie- und Tarotschule München | Sabine Lechleuthner auch den Hinweis auf Hajo Banzhaf & Brigitte Theler. Für alle, die Astrologie und Tarot beruflich anwenden wollen, ist das ein Qualitätsmerkmal.